Spiele und Brot
Dieser Sommer ist gerettet, noch funktioniert die Unterhaltungs-Maschinerie. Also Augen zu und durch.

Was wir spielen, ist das Leben.
Louis Armstrong
Nun rollt er also wieder, der Ball. Seit gut einer Woche und noch für fast drei weitere möge sich bitte unser Leben um den Kampf um die EM-Krone, also um Gegner, Strategien, Angriff und Verteidigung in einem anderen Sinne drehen als sonst. Plus die üblichen Nebenkriegsschauplätze solcher «Sport»-Veranstaltungen: umstrittene Entscheidungen, Tops und Flops, Stars und Sternchen et cetera.
Es ist ein willkommenes und prominent inszeniertes Sommerspektakel, zu dem sich direkt anschließend die Olympischen Sommerspiele in Paris gesellen werden. Für zwei Monate dürfen sich die Regierenden relativ ungestört um ihre wichtigsten Projekte kümmern. Im lauschigen «Wir-Gefühl» und der absoluten Solidarität mit «unseren» Athleten wird kaum jemand unangenehme Fragen stellen, selbst dann nicht, wenn irgendetwas auffallen sollte.
Das Nachspiel der EU-Wahlen, das Geschacher um die Posten – inklusive desjenigen der eigentlich auf der Anklagebank sitzenden Kommissionspräsidentin von der Leyen – verschwinden genauso im Hintergrund wie viele andere Themen, Gesetzesvorhaben und Entscheidungen. Die Systemmedien tun ihr Bestes zur Unterstützung, wie immer.
Ein weiteres Thema der letzten Tage, das wenig Echo in den Altmedien findet, ist die Anklage des Vatikans gegen den italienischen Erzbischof Carlo Maria Viganò wegen des Verdachts der «Kirchenspaltung». Katholisch.de meldet dazu allerdings genüsslich, der ehemalige US-Nuntius polemisiere seit Jahren gegen Papst Franziskus und verbreite «Verschwörungsmythen». Jetzt drohe ihm dafür die Quittung. Kirchenspaltung, das sogenannte Schisma, gilt im Vatikan als Straftat und wird mit Exkommunikation bestraft.
Zur Erinnerung: Erzbischof Viganò warnte zum Beispiel schon früh vor dem Great Reset, der geplanten «Pandemie» und den potenziellen Risiken der Covid-«Impfungen». Später rief er die Staatssicherheitskräfte auf, sich an ihren Eid zu erinnern und ihren Verstand zu gebrauchen. Die Haltung der katholischen Kirche und des Papstes kritisierte Viganò in der Tat oft und offen, auch für ihre Nähe zum WEF. Vor dem Hintergrund der vielen Fälle von sexuellem Missbrauch durch Priester forderte er einen transparenteren Umgang mit Vertuschung und Korruption im Vatikan.
Aber egal, momentan ist für andere Unterhaltung gesorgt. Die entsprechende Industrie funktioniert derzeit offenbar noch, während sich in vielen Branchen zunehmend Pleitewellen ausbreiten und Deutschland «mit voller Wucht» treffen. Die Massen sind aber erstmal wieder abgelenkt und zufrieden.
Insofern sind die Spiele inzwischen vielleicht wichtiger als das Brot, zumal man «Brot» auch nicht mehr allzu wörtlich nehmen sollte. Denn die Sabotage unseres Lebensmittelsystems und das skrupellose Vorantreiben künstlich hergestellter Nahrungsmittel sind in vollem Gange.
Wünscht sich also das Volk wirklich nur noch «Brot und Spiele», um zufrieden zu sein, wie es der römische Dichter Juvenal formulierte? Es mag so aussehen, aber ich glaube das nicht.
Dieser Beitrag ist zuerst auf Transition News erschienen.

